Die Bündnisse des Schickals
Auf den Feldern dieser Welt kämpft keine Macht je ganz allein. Wo das Dunkel um sich greift, formieren sich legendäre Bündnisse, um dem Schatten zu trotzen. Jedes Team ist aus der Notwendigkeit geboren und tief im Inneren von einer eigenen, urtümlichen Magie durchdrungen.
Ihre Stärke liegt im harmonischen Zusammenspiel: Gefährten gleicher Magie bündeln ihre Energie und verstärken sich gegenseitig mit jedem gemeinsamen Schritt. Geführt von Königen, die eine einzigartige Macht in sich tragen, und geschützt von uralten Wächtern im Hintergrund, ziehen sie in das Schicksal.
Doch kein Bündnis ist je vollendet. Die Welt befindet sich im steten Wandel, und das Band der Gemeinschaft ist offen für all jene, die dieselbe Magie in sich tragen. Sobald neue Gefährten erwachen und sich den Reihen anschließen, wächst die Energie der Gruppe – und entfesselt Macht in ihrer reinsten Form. Denn es kann nie vorhergesehen werden, wer oder was als Nächstes aus dem Riss des Auralins erwacht.
In den einst unberührten Zeitaltern von Chibego existierte der Glücksdrache Luzie als ein Wesen reinen, flüchtigen Lichts. Mit ihrer leuchtend grünen Haut, den tiefen Kulleraugen und dem leuchtend orangefarbenen Gewand glich sie einer lebendigen Manifestation des Glücks. Sie glitt über unberührte Täler, während dort, wo ihre Schwingen den Boden streiften, magische Kleeblätter aus der Erde erwachten. Ihr Zuhause war eine scheinbar kalte Steinhöhle tief im Gebirge, in deren Kern jedoch ein antikes, magisches Feuer pulsierte – ein Ort der Stille, an dem sie die Magie sammelte.
Doch das Gefüge der Welt zerbrach. Als der dunkle Schleier herabstieg und das Zeitalter des Wandels anbrach, kroch ein Riss durch die Täler. Ein ewig schwerer Regen tränkte das Land, und die schwindende Zuversicht der Welt drohte im Schatten zu ertrinken. Ein flüchtiger Zauber des Glücks vermochte diesen Mächten nicht mehr standzuhalten. Der Riss zwang Luzie dazu sich dieser neuen Welt anzupassen: Die einst verspielte Drachengestalt wandelte sich zu einer unerschütterlichen Schicksalsträgerin des Glücks.
In den frühen Zeiten von Chibego war Tivy ein Wesen des reinen Schöpfungsgeistes. Ihre Zuflucht, die Villa Kunterbunt erstrahlte, pulsierte wie ein leuchtendes Heiligtum in Chibego. Mit ihrem flammenpinken Haar und Pinselstrichen aus gebündelter Ur-Magie webte sie das scheinbare Licht und die Farbfrequenzen in das Gefüge der Welt.
Doch als das Schicksal kippte und der dunkle Schleier herabsank, begann der schleichende Wandel das Reich zu verzehren. Das Dunkel der Finsternis fraß die Leuchtkraft der Welt, und reine Inspiration vermochte die aufziehende Nacht nicht mehr zu vertreiben. Um den Wandel aufzuhalten, musste Tivy die rohe Macht ihrer Instrumente binden. Aus der freien Künstlerin erwachte die mystische Hüterin des kreativen Funkens.
Zur Grauen Tagundnachtgleiche scharten sich verwandte Seelen um ihr Licht und schlossen einen ewigen Pakt: Die Hüter des Farbenrauschs waren geboren. Die Villa Kunterbunt wandelte sich in ein magisches Atelier und die letzte Bastion gegen das Vergessen.